Von Kunst
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Sie zwang die ausgelassene Phantasie unwissenderMenschen, die nirgend ein Ende findet, unter Ge-setze , in Granzcn, Späterhin gab die epische Poe-sie der dramatischen Kunst Raum und Form; dasgcsammte Altcrlhum «betrachtet Homers Gedichte alsdie Quelle aller schonen griechischen Künste. AuchRedner und Philosophen schöpften aus dieser Quelle,Künstler fanden in Homer ihre Werkstatte.
Zn spätem Zeiten hatte die erzählende Dicht-kunst (man nenne sie Epopee oder Roman und Ro-manze) zwar nicht immer eine so entschieden-große,noch aber stets eine merkwürdige Wirkung auf dieBildung und Umbildung der Nationen. Dante'sGedicht schuf die ganze italianische Dichtkunst; Cer-vantes Roman stürzte die eingewurzelte Denkartder Ritter-Romane, wie Butlers Hudibras un-ter den Britten der Schwärmerei) mehr Einhalt that,als lange theologisch - philosophische Deduktionen.Hatte jede Nation zu rechter Zeit ihren Homer ge-habt, der den rohen Gebilden ihrer Phantasie Ver-stand esform, Maas und Absicht zu gebenMacht gehabt hatte, wie weit wäre sie durch ihnauf Einmal fortqerückt an Geistesbildung! dennwas in einzelnen Fallen ein einfaches, oft rohes Hel-denlied, eine Romanze geleistet, erweiset die Ge-schichte der Völker.
Mit keiner Dichtungsart spielet man mehr alsmit dem Roman; indessen zeigt und bewahrt selbstdie Entstehung unsrer Romane aus der erloschenenHelden - und Ritterzcit nicht nur den tiefen Grundder Poesie in der menschlichen Seele, sondern auchauf dieselbe ihre umfassend innige Wirkung. Welche