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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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und Ku n s tri c h tcrey.

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Doch diese ganze Nachtbegebenheit

Und ihrer aller Sinn zugleich verwandelt,

Bezeugen mehr als Spiel der Einbildung.

Es wird daraus ein Ganzes voll Bestand,

Doch seltsam immer »och und lvundervoll.

Der Genius nämlich, der in seiner Art einhöherer Verstand ist, mit Absicht giebt er zu sehen,was vor und außer ihm niemand sah; seine Weltist eine Welt innerer Wahrheit. Sobald er spielt,indem er unterhalt, um zu spielen, und spielt, umzu unterhalten, hat er, wie jener israelitische Her-kules, seine Locke verloren; luärt, inkvlix niisarsluciit, kein Schöpfer mehr, sondern ein Spieler.

Wirkungen zeigen vom Werk; also, was diedarstellend-erzählende Poesie nicht etwa nur um demVerständespielend Nahrung zu verschaffen, undseinen Begriffen durch Einbildungskraft Leben zugeben," sondern um die Phantasie zu bändigen, undzu ordnen, um allen Kräften und Neigungen dermenschlichen Natur Richtung zu geben, was sie hie-zu für Hülfe geleistet, zeigt die Geschichte derMenschheit. Indem sie Begebenheiten als ein Gan-zes umfassen, Eharaktcre zeichnen, Gesinnungensprechen, in Wirkungen die Ursachen vorführen,Alles mit höchster Eigenthümlichkeit darstcllcn thät-lich lehrte, gab sic, wie Herodot erweiset, nichtnur der ältesten Geschichte Gestalt; sie schuf dieGeschichte; sondern früher noch, indem sie Formender Götter und Helden schuf, reinigte sie die wildenVorstellungen und gangbare Mahrchen des Volks vonHimmelsstürmern, Titanen, Ungeheuern, Gorgonen.