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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
Seite
172
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kreises. Dichtungen und Fabeln, Allegorieen undSymbole sind Spracbformen des Dichters, indenen cr Gedanken abbildet, mit denen er Empfin-dungen weckt oder bezeichnet. H o nr e r' s , D a n -te's, Milton's Epopeen find Encpklopadieenund Universa aus dem Herzen und Gcist ihrer Dich-ter ; sie entwerfen die Eharte ihrer inncrn und äu-ßern Welt.

So Shakespeare die seinige in seinem un-geheuer» Welt- und Naturtheater, in dessen Hohenauch Ariels schweben, in dessen Mondgesilden aucheine Titania schlaft. Im fabelhaftesten seiner Stückespricht sein Theseus, selbst eine dramatische Person,also:

Ich glaubte nie an diese FeenpossenUnd Fabeley'n. Verllebee und VerrückteSind beide von so brausendem Gehirn,

So bildungsreicher Phantasie, die wahrnimmt,

Was nie die kühlere Vernunft begreift.

Des Dichlcrs Aug' in schönem Wahnsinn rollend.

Blitzt auf zum Himmel, blitzt zur Erd' hinab,

Und wie die schwang're Phamasie GebildeVon unbekannten Dingen ausgebiert,

Gestattet sie des Dichters Kiel, benennt

Das lust'gc Nichts, und gicbt ihm festen Wohnsitz.

So gaukelt die gcwalt'ge Einbildung. H

Worauf Hipolyta, gleichfalls dramatisch, ant-wortet :

') Llraliossaear'a IVllckkninmar niZhrs rlreaiu Aoi.V. La. r. A. W. Schlegels Uebersetzung.