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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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Unordnung odcr Ordnung, als er cS sah und horte,eirbt crs wieder. So ordnen nicht nur olle wildcnSprechen, sondern ungeachtet der großen Eultur,die sie erlangt hatten, auch die Sprachen der Grie-chen und Römer ihre Bilder. Wie sie die Sinnegeben, zählt sie uns der Dichter zu, insonderheitHomer, der in diesem Punkt, dem Kommen undEntweichen der Bilder fast unerreichbar der Naturfolget. Ansichten schildert seine Erzählung, Zugauf Zug, Scene auf Scene; so auch Menschen,leibhaft wie sie dastchn, wie sie sprechen und han-deln. Treu erzählt die Muse ihre Worte nach, undändert kein Wort auch in Wiederholung derselben.Veränderte sie solche zum Spiel, würde man ihrglauben? Wie Gestalten und Reden, treten auchdie Begebenheiten vor; das Feld vor Troja mitseinen Helden und Abentheuern rückt uns Scenenach Scene vor Augen. Wer bewirkte diesen ruhi-gen Fortschritt ? die Sprache und in ihr der Ver-stand des Dichters. Er ordnete die Scene», dasAuge unsrer Einbildungskraft halt sie fest, unsreEmpfindung folgt ihnen, als sähen wir leib - undgcifthafte Wahrheit. Bei Ossian, bei allen Dich-tern, die lebendig erzählten, ists nach Verhältnißder Sprache, der Zeiten und Sitten, ein Gleiches.

Eben hiedurch nun trat die erzählende Poesie,so sehr sie Geschichte war, auf den Weg, sich vondem, was man späterhin Geschichte hieß, zu son-dern, indem sie nicht etwa bloß, was geschehen war,flach hererzählen, sondern cs ganz, wie cs.gesche-hen sey, wie es im gegebnen Zusammenhänge nichtanders habe geschehen können, lcib - und gcisihaft