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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
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und Kun siri c h ter ep.

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I. Von der Dichtkunst, als eine menschlicheKunst betrachtet.

Poesie, sogt ein Schriftsteller, ist die Mutter-sprache des menschlichen Geschlechts, wie der Gar-tenbau alter als der Acker, Malerei a!S Schrift,Gesang als Deklamation, Gleichnisse als Schlüsse,Tausch als Handel."

Sinne und Leidenschaften reden und verstehennichts als Bilder. In Bildern besteht der ganzeSchatz men-schlicher Erkenntnis; und Glückseligkeit."*) Was hier abgerissen gesagt wird, haben DuBvs, Goguet, Eondillac und wie viele andrehistorisch sowohl, als philosophisch erläutert; derAnsang der menschlichen Rede in Tonen, Gebehr-den, im Ausdruck der Empfindungen und Gedankendurch Bilder und Zeichen konnte nicht anders alseine Art roher Poesie seyn, und ists noch bei allenNaturvölkern der Erde.

Als diese Bilder - und Affektvolle, Ton - undGebehrdcnreiche Sprache der Menschen sich mehr undmehr zu binden, zu ordnen ansinq, so ward, nach-dem es der Umfang der Stimme und der Gedankengab, eine Art melodischen Maaßes einge-führt, bei welchem die Gebehrdung lange nochden Accent unterstützte und die Interpunktion vertrat.Wir, die die Sprache von Kindheit aus mit - oder

*) Kreuzzüge des Philologen, S. ikZ.

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