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I. Von der Dichtkunst, als eine menschlicheKunst betrachtet.
„Poesie, sogt ein Schriftsteller, ist die Mutter-sprache des menschlichen Geschlechts, wie der Gar-tenbau alter als der Acker, Malerei a!S Schrift,Gesang als Deklamation, Gleichnisse als Schlüsse,Tausch als Handel."
„Sinne und Leidenschaften reden und verstehennichts als Bilder. In Bildern besteht der ganzeSchatz men-schlicher Erkenntnis; und Glückseligkeit."*)— Was hier abgerissen gesagt wird, haben DuBvs, Goguet, Eondillac und wie viele andrehistorisch sowohl, als philosophisch erläutert; derAnsang der menschlichen Rede in Tonen, Gebehr-den, im Ausdruck der Empfindungen und Gedankendurch Bilder und Zeichen konnte nicht anders alseine Art roher Poesie seyn, und ists noch bei allenNaturvölkern der Erde.
Als diese Bilder - und Affektvolle, Ton - undGebehrdcnreiche Sprache der Menschen sich mehr undmehr zu binden, zu ordnen ansinq, so ward, nach-dem es der Umfang der Stimme und der Gedankengab, eine Art melodischen Maaßes einge-führt, bei welchem die Gebehrdung lange nochden Accent unterstützte und die Interpunktion vertrat.Wir, die die Sprache von Kindheit aus mit - oder
*) Kreuzzüge des Philologen, S. ikZ.
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