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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
Seite
162
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Don Kunst

ziemt An stand. Dem Reiz der Schönheit ist erin einer unverdorbenen Mcnschcn-Natur congenia-lisch. Cynis m u s verjagt die Gefühle derSchönheit, mit ihr das zarteste Wohlscyn unsresGeschlechts; er brukalisirr die Gattung. Nicht ausGedankenloser Nachahmung ist er zu meiden, son-dern aus Gefühl seines Unbestandes mit der Mensch-heit. Ihrem Charakter zuwider ist er auch demEinsamen häßlich.

Hinweg also jene falsche Prinzipien, zu denenman die Künste des Schönen erniedrigt,muffigesSpiel, bcdürfniß- und lohnfrcie Ucbung, marktendeMittheilung in der Gesellschaft." Ohne Bedürfmßund Ernst ward keine Kunst: keine laßt mit sich

spielen; keine wird ohne Lohn geübt. Der Regentwie der Künstler arbeiten um Lohn; jedes Werkerfordert Mühe; ohne Bedürfmß und Zweck, mit-hin ohne Nutzen ist kein Geschäft, geschweige eineachtschöne Kunst, nur denkbar. Jemehr die Ver-nunft der Menschen sich besinnet, desto mehr müs-sen auch ihre Künste des Schönen vom. Tändelnzum Ernst, vom Zwecklosen zur Absicht zurückkehren.Offenbar arbeitet hierauf die fortgehcnde Cultur derMenschheit. Wie manches unnütze Spiel mit Ge-danken, Worten und Sachen haben wir schon weg-geworsen; zu hoffen ist, daß wir noch manchesandre abwerfen werden.

Ehe man eine schöne Gegend im Spiel zeich-net, muß man sie kennen und sehen lernen. DerUnterricht wird sich also dahin wenden, sie recht zusehen, ein gutes Auge sowohl als eine richtige Handzu gewinnen. Die ernstesten Wissenschaften, Natur-