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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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higkeiten und Kräfte luden ihn dazu ein; Kunst, st i h in a l s Vi enschen natürlich. Zwei-tens. Das Schöne und Häßliche, das Wohlge-reimte und Abgeschmackte unterscheiden, ist demMenschen kein Spie! massiger Ideen, sondern dasGefühl derselben ist sein N aturch arakter,sein inneres und äußeres Bedürfnis;. Wennallenthalben in der Natur Schönheit nur der leben-dige Ausdruck des Wohlseyns der Geschöpfe jedesi» seinem Element ist, sofern diesen Ausdruck desMenschen Sinne sich harmonisch empfinden: so ist

auf dieser vi.lsprossigen Leiter dem Menschen daSSchöne niraenv uninteressant, Angenehmes und Wi-driges nirgend gleichgültig. Er lebet in der Natur,ihr harmonisch gebauet, und muß mit ihr leben.Daher die Geschichte seiner Eulrur in Anerkennungund Uebung des Schönen, Natur - und Kunstmaßig.Diese ist ein menschlich geformter Abdruck jener.Dritten s. Da die Natur auf die Fortdauer derGeschlechter alles angelegt und berechnet, mithin denFlor der Schönheit in die Zeit der Blüthe gesetzthat: so müssen sich im Vcrhaltniß beider mensch-

licher Geschlechter eben so natürlich Schönheitund Liebe paaren, als eben so natürlich, d.i. demCharakter unseres Geschlechts gemäß Wohlanstan-digkcit ihnen sogleich zur Seite tritt, die ebenso wenig von bloßem Ucbereinkommniß der Gesell-schaft abhangt, als Schönheit und Liebe. Nichtdes allgemeinen Mittheilens wegen" ist der Wohl-anständige anständig, sondern sein selbst wegen;des Menschen Gestalt, seinen Bedürfnissen undTrieben, der ganzen menschlichen Lebensweise ge-

Hcrders Werke z. Phil. u. Gesch. XV. L