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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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Von K u n s t

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seitiger Mittheilung die dringendsten Neigungen undTriebe in uns fühlen. Farben, Muscheln und Vo-gelfedcrn sind keine ursprünglich dikrirlcnReizesder Menschheit, denenmit der Zeit nur" die For-men nachgckommen wären; und eine wohlgefälligeZier in Kleidung hat sie nicht auch einenGenuß"be» sich? W-rre aber die auf denhöchsten Gradgekommene Eivilisirung " so weit gekommen, daß sieaus Eanots und Vogelfedern das Hauptwerk der ver-feinerten Neigung machte, so zeigte sie eben damit,daß sie nichts weniger als die höchste Eivilisirungscy; so wieEmpfindungen nur so weit wcrth zuhalten, als sie sich allgemein mittheilen lassen,"Mangel an aller Empfindung zeiget. Wenn die demLüftenden selbstunbeträchtliche Lust an ei-nem Gegenstände durch die Idee von ihrer allgemei-nen Mitthcilbarkeit ihren Werth bcynah unend-lich vergrößert," wie nennt man auch in der ver-derbten Gesellschaft diesen ohne Lust lüftenden Allge-meinlust - Mitthctler? Entstellt wird durch solcheVorstellungen die Menschheit in ihren heiligsten An-lagen, und der Mensch zum Affen der Gesell-schaft erniedrigt.

Auf dem Wege der Natur sahen wir etwasSchöneres.

Erstens. Der Mensch ist seiner Gattungnach ein Kunstgeschöpf. Auf den Gebrauchthaciger Vernunft mittelst sinnlicher Organe, mithinauf Kunst ist das Scyn und Wohlseyn seines Ge-schlechts gebauet; nur durch Kunst ist er, was ec ist,worden. Seine Bedürfnisse zwangen ihn; seine Fä-higkeiten