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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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der eintönig ermüden wollte; aber auch in jedemsich bald auflösenden Mißton suchte mein wo nichteine durch sich gefällige, so doch eine die Schönheitvertretende Schönheit.

Sehet diese Wohlgeschmückte. Vom Krem; ih-res Haars bis zum Saum ihres Gewandes tritt siewie eine Pcri daher, des Naturgenius Braut, derMutter Natur nachahmende Lieblingstochter. NichtsUngehöriges ist in ihrem Schmuck, nichts fremdes,kein Reiz kann ihr entwandt, kein Schmuck ihr ent-lehnt werden; srmxlex rriunäitiiZ, ganz die sie ist,nur sich selbst ähnlich.

Und doch ist alles in diesem Schmucke gewählt,jedes Band, die Farbe jeder Blume. Gicbts eineschönere Kunst, als die Darstellung eines schönenGebildes im Schmuck des Wohlanstandes sittlicherReize?

Sehet diese Statue an. Stein kann ein Ge-wand weder darstellen noch nachahmcn; selbst seineUmrisse und Falten zeiget er hart und spröde. Unddennoch betrachtet diese Muse; Kleid und Unterkleid,Gurt und Mantel, bis zum Schwünge jeder Falteist alles wohlangelegt und zierlich. Dies Haar, die-ser Armband, dieser Fußschmuck, wie ganz ziemt erdem fcstsanften Tritt, auf dem die Gestalt ruhet?Wie? In der steinern - tobten Nachahmung wäreschöne Kunst, was lebend dargestellt cs nichtseyn sollte? Die Kranzflechterin in Athen, Glycc-ra, setzte den Blumcnmahler Pausias in Wett-eifer; und ein Wesen, der die Anmuth Natur, derGefälligkeit ihr Beruf, ihre Erziehung war, sie hät-te nicht mehr und feinere Geschmacksregeln abstra-