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selbst aus. Ihre Tempel z. B. sagten die reineIdee: „ich bin das Haus eines Gottes;" so sagtenes andre Gebäude. Da i ie Geschichte der Baukunstin Tempeln, Gängen, Pallästen, Burgen u. f. nachOrten und Zeiten durchzugchcn, hier ein unnützesWerk wäre, so bemerken mir blos: „Zweck und
Absicht ist die Seele jedes Gebäudes." Wo dieseEinwohnerin nicht alles erfüllt, da ists kein Bau,d. i. keine Einrichtung, sondern ein kostbares Spiel-werk von Holz und Steinen. Klima also, Lage desOrts, Zweck und Gewerbe fordern, jedes seine eig-ne Architektonik, d. i. Baueinrichtung. Wiejeder Vogel sein Nest, sein Dach und Fach, sich an-gemessen bauet, sollten es weniger die Menschen?So treffliche Meister über diese Kunst, gründlicherals über irgend eine andre, geschrieben haben; sokonnten sie, außer dem mathematischen Theil, einerKunst, die kein reines Ideal hat, auch kein solchesgeben. Sie ist da, daß sie jeder Absicht der Men-schen Ortmäßig, rein und vollkommen diene. Mannennt sie eine schöne Kunst; gewiß nicht ohne Zweck,nicht ohne Mühe, ohne Bedürfniß entstanden undausgedildet.
Zweite freie Kunst des Menschen.
Geselle sich zu dieser schönen und nützlichenKunst also sogleich ihre mitgebohrne Schwester, dieKunst des Gartens; des Gartens in dem gro-ßen Sinn nämlich, daß eine Gegend mit allen ihren