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ein völlig Nutzloses Schone ist im Kreise der Naturund Menschheit gar nicht denkbar.
Mithin sind Kunst und Handwerk nicht dadurchunterschieden,*) daß „jene frei), diese eine Lohn-kunst heißen möchte, indem jene nur alS Spiel,d. i. als eine Beschäftigung, die für sich selbst an-genehm ist, zweckmäßig ausfallcn, diese als Arbeitd. i. als eine für sich unangenehme und beschwerli-che Beschäftigung nur durch ihre Wirkung, z. B.den Lohn anlockend ist, mithin Zwang mäßigaufgelegt werden kann ;" eine Abtheilung poli-zirler Staaten, von der die Natur nicht weiß. Siekennet ursprünglich nicht gcbohcne Patricier, die al-lein Künste des Spiels, und gebohrne Knechte, dienur Sklavenkünste (avtss illiberales s. serviles)treiben müßten. Sie kennet keine Kunst, die blos Spielseyn dürfe, wenn sie gelingen soll: denn keine Kunst laßtmit sich spielen; dagegen ist, was Mühe kostet un was„Zwangmaßig aufgelegt werden kan ," auch nichtEins; selten wird aus einer so aufgelegtenMühe Etwas; und wer durste sich gcbohren glau-ben, andern Arbeit und Beschwerde Zwangmaßigaufzulcgen, damit er als ein Freyec die Kunstspiele?
Der Freisinn der Natur (inZeriuitas, libevali-las nsturas) gehet auf einem andern Wege. Siegiebt Gaben, daß sie gebraucht werden; wer dieseine aufs reichste, fleißigste, glücklichste gebraucht,der ist ihr Liebling, (iwßenuus, libsrslis liruno)
*) Kritik S. r?Z.
HcrdersNz erkc z, Phil. u. Gesch. XV. K Aall-§one.