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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
Seite
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der großen Haushälterin nachthun wollte. Unbeküm-mert spräche sie zum Nachlässig-Stolzen:ich ken-ne dich nicht! " und ließe ihn sinken.

Das Gabenreichste Kunstprodukt der Natur, derMensch soll selbs t Künstler seyn ; darauf ist allesbev ihm berechnet. Der Natur Erzeugnisse soll ernicht nur zu seinem Zweck gebrauchen, sondern auch,wo diesem Zweck die Natur in den Weg tritt, ihreHindernisse überwinden, ihre zu weite Bahn fürsich beengen, ihren Schritt fördern. Er lebet nurkurze Zeit, und muß rasch zu Werk gehn, wenn erwas Bleibendes auSrichtcn, und auch für die Nach-welt gelebt haben will.

Aber wie wird er Künstler? Jetzt, da sich dieMenschengesellschaft in einem fortgehenden Gebrauchihrer Kräfte findet, wird ers von Kindheit auf durchErziehung d. i. durch Anweisung und Nachah-mung. Trank und Speise, Kleider und Wartungkommen ihm entgegen; er lernt tasten, sehen, hö-ren, gehen, Beschaffenheiten der Dinge kennen, unddurch jeden Sinn ein Maas gewinnen. Man gehetihm in Allem vor, man hilft ihm. Wer half aberdem werdenden Menschengeschlecht? wer nahm denUnerfahrnen in seine Kunstschule?

Die Thiere? welche Gattung derselben? undwarum verwilderte er nicht mit ihnen, indem er siebrüderlich nachahmte? wie Alle unter die Thiere ge-rochene Menschen. Wie hieß also der bessere Vater,die Verstandreiche Mutter, die ihm den Gebrauchjedes seiner ^mie, in jedem den Gebrauch seinerVernunft förderten, lenkten? die ihn zum Herrscherder Welt, zum Kunstschöpfer der Schöpfung mach-