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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
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Don Kunst

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Kräften Hinderungen in den Weg treten, wendcLsie sich und braucht ihre Kräfte anders. Wir müs-sen Stoff und Mittel mit Mühe suchen, mit Vor-sicht gebrauchen. AweytenS. Jedes Kunstwerkder Natur har seinen Zweck in sich, daß es derihm geschenkten Form, d. ist seiner selbst sich erfreueund in ihr lebe. Unsre Kunstwerke, todt in sich,sind nur für andre zu Zwecken berechnet. Drit-tens. Da die Werkstätte der Natur so groß ist,wie das All und ihre Energie wirkt, so lange Mo-ment auf Moment folget, so kann sie nicht anders,als die entgegengesetzten Ende zusammen-knüpfen; sie schafft, indem sic zerstört, undzerstört, indem sie schaffet, eine immer emsige Pene-lope, die ihren Schleier webt und trennt, trennt undwebet. Individuen laßt sie sinken und erhält Ge-schlechter, Gegentheils, da dem Werk des menschli-chen Künstlers das Lebe» gebricht, dadurch es sichselbst fortpflanzcn könnte, so hört dies zerstörendeSchaffen, dies schaffende Zerstören Key ihm von selbstauf. Er schafft, daß sein Werk bleibe. Vier-tens. Im All muß Alles scyn, das Schwächsteund Stärkste, das Größeste und Kleinste; es ist da.Da dem Menschen ein solcher Umfang, eine solcheDauer nicht gegönnet ist, so muß ec sich gegen dieAnfälle der zerstörenden Natur, aus deren Schooser seine Werkzeuge nimmt, aus deren Schoos erselbst entsprang, in deren Schoos er zurückkehret,waffnen; er muß sein Werk schnell, nutzbar-dauer-haft ausführcn, so gut er kann, also das Beste,das er vermag, aufs Beste, mit Plzm und Absiclst.So und deshalb setzt er seine Kunst der Natur ent-gegen. Ein böser Haushalter wäre er, wenn er es