und Kun strichle r ey. Ist
wegen nur dis Hervorbringungen durch Freiheit'd. i. durch eine Willkühr, die ihren HandlungenVernunft zum Grunde legt, Kunst nennen sollte/"")ist willkührlich geredet. Ob ein Werk aus Willkühroder aus Zwang gemacht sey, dies ändert seine Ein-richtung nicht; und wer sagt uns, daß den Wer-ken der Natur nicht Vernunft, d. i. vom Geistgedacht, eine allordnende Regel zum Grunde liege?Als eine lebendige Wirkerin, die Natur zu denken,ist dem gesunden Mcnschensinn gewiß angemessenerals zu fragen: ob irgend auch Vernunft in der
Namr se>) t Die Werke der Bienen z. B., denVau der Biber u. f. nennt jedermann Kunstreich,wenn ihren Arbeitern gleich menfch liehe Ver-nunft und Freyheit fehlet. Wie ihr auch die Kräf-te, durch welche sie hervorgeöracht sind (wird manmit Recht sagen), nennen moget; die Werke selbstsind Kunstreich. Hatten wir alle die Mittel in un-srer Hand, die die Natur hat, und konnten nacheben so großen Entwürfen so lange, so fest und un-fehlbar, so leicht und angemessen wie sic wirken;gewiß nennten wir uns Allkünstlcr.
Eben nur unsre Eingeschränktheit macht, daßwir mensch ! iche, von der Nat u rrunst un-terscheiden: denn wie arm und ohnmächtig sind wir
gegen die mächtige Wirkerin, Natur! Erstens.Zu dem, waS die Natur macht, findet sie überallStoff, Mittel und Wege; sie kann, was sie willund will nu>^, was sie kann. Wo ihren strebenden
) Kritik. S> 070.