sein Ziel ist, seine Energie solange unvollendet ist,als er wirket.
Genauer und vollständiger Kat Harris*) vonder Kunst in einem echtgriechischen Gespräch ge-handelt. Er zeigt sie als „eine Fertigkeit des Men-schen, nach Maasgabe eines Systems von Vorschrif-ten, Ursache einer Wirkung zu werden," und unter-sucht dabey die Gegenstände sowohl, auf welche dieKunst wirkt, als ihren Ursprung, ihre Wirkungenund Werke; ein vortrefflich Gespräch in Form wiean Inhalt.
N a t u r und Ku n s t sehen wir einander oftentgegen, oft schreiben wir der Natur selbst eine undzwar die großcste Kunst zu; woher dieses? Beidesnicht ohne Ursache. In allem nämlich, wo vieleund mancherlei) Mittel angewandt werden, umWerke hervorzubringcn, die als treffliche Zu-sammen sc tz u ng en ins Auge fallen, in denenbey einem System von Regeln ein offenbarerZweck erscheinet, nennen wir mit Recht die Na-tur eine Künstlerin die kunstreiche Werk-meisterin (rraXu,5-005 Ergane.
So nennet sie der orphischc Hymnus; so flehet siealler Menschen Sinn an: denn in einem organi-
schen Wesen verkennet niemand die Zufammenstim-mung des Vielen zu Einem. „Daß man von rechts-
*) Harris drey Abhandlungen über Kunst u. f>übersetzt, Danzig 1756. Halle 1780. Die letzteAusgabe ist mit Anmerkungen und Stellen ausden Alten reich vermehret.