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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
Seite
134
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Vom Angenehmen

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ist, ein Gcmüth im Affekt mit einer bcstndern Rich-tung trifft; wie jede einzelne Empfindung sich überden Umkreis aller äußern Gegenstände verbreitet;wie wir die allgemeinsten Falle durch eine persönlicheAnwendung uns zuzueiqncn wisse» , und jeden ein-heimischen Umstand zum öffentlichen Schauspiel Him-mels und der Erde ausbrütcn. Jede individuelleWahrheit wächst zur Grundfläche eines Plans, undein Plan, geraumer als das Hemispkar erhält dieSpitze eines Sehpunkts. Kurz, die Vollkommenheitder Entwürfe, die Starke ihrer Ausführung, dieEmpfängniß und Geburt neuer Ideen und neuerAusdrücke; die Arbeit und Ruhe des Weisen, seinTrost und sein Eckel daran, liegen im fruchtbarenSchooß der Leidenschaften vor unfern Sinnen ver-graben." *)

B. Die Ursachen des Bedeutenden in Far-ben , Formen, Tönen und Gestalten werden sich al-so auch im Allgemeinen Nicht weiter entwickeln las-sen, als daß sie bedeuten?

A. Was haben die Buchstaben mit den Ideengemein, die sie bezeichnen? Weit natürlicher, dünktmich, spricht die Farbe der Wange, der Liebreitzdes Mundes, das Seelenvolle Auge, die Gedanken»reiche Stirn, der Ton der Sprache, die Bewegun-gen der ganzen Gestalt u. f. Sie sprechen Dasaus, was dies lebendige Wesen mir sey, keinem

Kreuzzüge des Philologen, S. ig6.