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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
Seite
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Vom Angenehmen

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düng unsrer Hand mit ihren festesten sowohl, alsfeinsten sinnlichen Begriffe; sie, verbunden mit demAuge, macht uns zu K u n st ge sc h ö p fe n.

U. Und was die Hand dem Auge, ist unserMund dem Ohr. Hatten wir nur Stimme undKehle; mit dem schönsten Vogelgesanqe spräche sichunser V e r u om m c n e s nicht ans. Dieselbe Zie-gel , die unsrer Hand tastbare Gegenstände unterlegt,giebt allen unsern Begriffen Accentuation und Dil,düng der Sprache. So half die Natur und derMensch erschafft sich, d. i. er bemerkt und gebrauchtdie Regel. Nicht ohne Eultur; ohne diese, ohneBegriffe und Vorstellungen bleibt unser Gefühl einLand verworrener Traume; der Verstand erkennetdie Regel.

B. Der Mensch also wäre, wie er empfindetund denkt, zu einer Regel gebildet.

A. Zu einer Regel. Wie sein Sinn nicht an-ders als unter festgestclltcn Verhältnissen sehen, hö-ren, tasten kann: (die Haltung der Lichttafel vor

ihm, die ganze Welt seiner andern Sinne ist Ver-hältnis;;) so übt er, durch seine und die gelammteNaiur gezwungen, diese Verhaltnißmaaße, fortwäh-rende Zusammenfassungen des Vielen unter Eins,wahrend seines ganzen Lebens. Was er sichet, sindGestalten nach einer unzerreißbaren Eontiguitat>m Raum; was er höret, Töne, nach einer un-trennbaren Succcffion; was er tastet, Formen,in bestimmten Zahlen und Maaßcn, als Verhältnis-sen zur Ruhe und zur Bewegung. Was seine Phan-tasie in sich tragt, ist eine Beule aller Sinuc und