Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
Seite
121
Einzelbild herunterladen
 

und Schönen.

121

Postulat 7.

G c sc h m a ck s u rth ei l e sind allge-meingültig und n 0 thwcndig : dennsie sind Urtheile."

Urtheile ohne Begriffe allgemeingültig und noth-wendig?"Allerdings: denn sie sind allgemein>mittheilbar; und umsonst wird man sie nichtmitlhcilen wollen? Man will, daß sie allgemeingelten; man setzt einen Gemcinsinn des Schönenvoraus, ohne den kein Geschmacksurtheil Staktfände. Also:

Postulat 8.

Es giebt einen Gemcinsinn desSchönen in Jedermann, enthal-tend die reinsten ästhetischen Ge-setz m a c k s u r k h e i l e."

Gemcinsinn des Schönen? Wäre es etwa eineigner Sinn? oder was wir sonst den gesunden Ver-stand nennen?"Weder Dies noch Jenes; sondern

Postulat 9.

Der Gemeinsinn des Schönen istvom gemeinen Verstände (ssnsuscorninnnis) wesentlich verschieden;die Wirkung eines freien Spielsunsrer E r k enn tni ß kr ä ft e."

Unsrer Erkenntnißkcäfte? und doch soll er ohne