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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
Seite
118
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Vom Angenehmen

Und doch fühlte der Philosoph Lust undSchmerz; wohin mit dielen? Ins Reich derWegriffe gehörten sie ihm nicht; mit keinem seinerreinen Phantasmen hatten sie etwas gemein, konn-ten auch in Ewigkeit mit ihm nicht verbunden wer-den. Derkritisch- transccndentale Verstand" hatetwas anders zu thun, als sinnliche Dinge mit Lustoder Unlust wahrznnchmcn; er kommt zu keinemSinn, kein Sinn zu ihm; ewig prägt er aufsNichrs, auf Raum und Zeit, seine Formen. Diekritisch- rranscendcntale Vernunft" hat ein ganzanderes Geschäft, als Wahrnehmungen des Verstan-des mit Lust und Liebe zu ordnen; wie der JagerOrion jagt sie dem All nach, jenseit der Weltgran-zen. Wohin nun mit Lust und Unlust? Den Phi-losophen gingen sie nicht weiter an, als sofern erdarüberurtheilt;" das Empfinden mochte anseinen Ort gestellt bleiben. Also werde Materie zumUrrheilen ohne Objekte, ohne Empfindung" wiefolget;

Postulat i.

Empfinden und urtheilen ist Ein s."

Wer empfindet, urtheilt; und wer urtheilt,empfindet."Empfände er aber nicht?"Es wirdangenommen, als hatte er empfunden; denn dasGeschmacksurtheil ist seiner Natur nach ästhe-tisch." Der geschwätzigste Uctheiler ist der feinsteEmpsindcr.

Nur muffen seine Urtheile ohne Begriffesepn: denn Begriffe gehören dem Verstände, die