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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
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und Schönen.

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ohne Begriff erkennen und allgültig vorschreiben,und wenn ihr Gebot nicht befolgt wird, trotzen undzürnen. Alles vermöge der kritischen Urlheilskraft,ans Macht ihrer allgemcingültigen Postulate.

Die Gründe, auf welche die Kritikdie allge-meine Nothwendigkeit ihrer Gcschmacksurtheile ohneBegriff" bauet, sind so morsch, daß sie eigentlichsich selbst abläugnen und widerlegen.Weil ich vonjeder Vorstellung sagen kann: wenigstens sey es

möglich, daß sie (als Erkenntnis) mit einer Lustverbunden sey, und man sich vom Schönen denkt,daß es eine nothwendige Beziehung aufs Wohlgefal-len habe: so kann die Nothwendigkeit in einem äst-

hetischen Urtheil nur exemplarisch genannt wer-den, d. i. die Nothwendigkeit der Beistimmung Al-ler zu einem Urkheil, was wie Beyspicl einer allge-meinen Regel, die man nicht angeben kann,angesehen wird. *) Beyspiel einer allgemeinen Re-gel, die man nicht angeben kann? Fordert nicht ge-radezu das Beyspiel, daß ich die Regel in ihm er-kenne? und schrankt sich hiemit selbst ein, daß eSaußer dieser Anerkennung kein Beyspiel sey.

,,DaS Geschmacksurthcil sinnet jedermannBestimmung an, und wer etwas für schön er-klärt, will, daß j e der m a nn dem vorliegendenGegenstände Beyfall geben, und ihn gleichfalls fürschön erklären solle." Nur der Tyrann des Ge-schmacks will dies; selbst der Sophist, der eitleSchönheitsmakler sinnet uns ein solches Soll nichtan; er will beschwatzen, überreden.

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Herders Werke z.Phil, u. Gelch. XV. H XoU-Fcm».