und Schönen.
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ohne Begriff erkennen und allgültig vorschreiben,und wenn ihr Gebot nicht befolgt wird, trotzen undzürnen. Alles vermöge der kritischen Urlheilskraft,ans Macht ihrer allgemcingültigen Postulate.
Die Gründe, auf welche die Kritik „die allge-meine Nothwendigkeit ihrer Gcschmacksurtheile ohneBegriff" bauet, sind so morsch, daß sie eigentlichsich selbst abläugnen und widerlegen. „Weil ich vonjeder Vorstellung sagen kann: wenigstens sey es
möglich, daß sie (als Erkenntnis) mit einer Lustverbunden sey, und man sich vom Schönen denkt,daß es eine nothwendige Beziehung aufs Wohlgefal-len habe: so kann die Nothwendigkeit in einem äst-
hetischen Urtheil nur exemplarisch genannt wer-den, d. i. die Nothwendigkeit der Beistimmung Al-ler zu einem Urkheil, was wie Beyspicl einer allge-meinen Regel, die man nicht angeben kann,angesehen wird. *) Beyspiel einer allgemeinen Re-gel, die man nicht angeben kann? Fordert nicht ge-radezu das Beyspiel, daß ich die Regel in ihm er-kenne? und schrankt sich hiemit selbst ein, daß eSaußer dieser Anerkennung kein Beyspiel sey.
,,DaS Geschmacksurthcil sinnet jedermannBestimmung an, und wer etwas für schön er-klärt, will, daß j e der m a nn dem vorliegendenGegenstände Beyfall geben, und ihn gleichfalls fürschön erklären solle." Nur der Tyrann des Ge-schmacks will dies; selbst der Sophist, der eitleSchönheitsmakler sinnet uns ein solches Soll nichtan; er will beschwatzen, überreden.
1 S. 6r.
Herders Werke z.Phil, u. Gelch. XV. H XoU-Fcm».