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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
Seite
105
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und Schonen.

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venienz, mithin ohn' einiges Gefühl des Angcnch-men und Unangenehmen auch nur denkbar.

Form der Zweckmäßigkeit einesGegenstandes, sofern sic ohne Vor-stellung eines Zwecks an ihm wahrgc-nommenwird. " Ist diese Wahrnehmung mög-lich? und wäre sie's, ist sic die Empfindungder Schönheit?

Wo ein Zweckmäßiges in der Form des Gegen-standes so lebhaft wahrgenommen wird, daß dieseWahrnehmung mir Lust gewähret, da muß ich mireinen Zweck verstellen, oder die Form des Zweck-mäßigen verschwindet. Ein leeres Gedankenspiel ists,daßeine Zweckmäßigkeit auch ohne Zweck seyn,"*)daß ich mir jene der bloßen Begreiflichkeit wegen,(zum Scherz gleichsam) setzen und wegräumen kön-ne." Nur der kann es, dem die Zweckmäßigkeitder ganzen Natur, mithin der Verstand selbst einScherz ist.

Könnte ichs aber auch, was thäte dies zumBegriff, in welchem von dem Zweck die Rede ist,der im Gegenstände auf mich wirkt, zum Begriffder Schönheit? Aus einmal wirken und nicht wirkenkann dieser doch nicht; wenn er mich also wirklicherfüllet, was dcr Urheber sonst für Absicht hatte,was das Werk auf andre für Zwecke habe, wasthut dies mir? Ich genieße den wcscnhasten Zwcck,ich lebe im Geist des Werkes.

) S. 33.