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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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Vom Angenehmen

rung möglich? Wurde nun gar, was im Urthcildes Geschmacks von Reiz und Rührung abhangk,dem reinen Geschmacksurtheil entgegengesetzt,und als unrein, als empirisch verworfen, wo ge-rochen wir hin mit dieser neuen kunstwidrigen Kunst-sprache ?

Das Feinste und Reinste des Interessantenheißt Reiz; das xunutum sslisms verwirken-den Schönheit. Hat sie keinen Reiz für mich,weh' ihr, der Leblosen! Habe ich für ihre Reizekein Gefühl; wehe mir, dem Gcfühlberaubtcn!

Was wir Anmuth und in höherer WirkungReiz nennen, nannten die Griechen Charis,die Römer venrislas; sie können nicht zart genugdavon reden. Es ist das Pünktchen auf der Wagedes Wohlgefallens, das den Ausschlag gicbt, ebennach welchem die Kunst sowohl, als das natürlicheWohlgefallen, die Charis, strebet. Karg mitdem Lobe über dies höchste Ziel der Kunst, schätzensic Reiz für eine, die lauterste Göttergabe; jenehimmlische Anmuth nämlich, die dem gemeinen Augeder Sterblichen nicht einmal erscheinet. Zn einemGürtel verborgen, kündigt selbstbewußte Ruhe sie an,Einhalt des Sinnes kheilct sie mit, heilige Freudehalt und bewahrt sie. Sie, die Grazie, das aus-zeichnende Eigcnthum der himmlischen Aphrodite.Diese für Schaum, den Mittelpunkt des reinstenWohlgefallens für Empirismus erklären, vor wel-chem sich das Geschmacksurtheil zu hüten habe, er-richtet ein Tribunal, auf welchem freilich die Gra-zien nicht, auf dem die Reiz - und Rührungklofenthronen, und thronen mögen!