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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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und Schönen.

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esse, und ein Mahrchen der Mutter Gans gefalletmehr als eine langweilige Hcroide.

Interesse am Schönen; gicbts ein reineresInteresse? Was ist dagegen der kalte Eigennutz,der philosophische Stolz, die üppige Selbstliebe?Vermöge des Wesens, das mich aus nstc selbst setzt,indem cs sich mir aneignet, vergesse ich meiner.Ohne kleinliche Rückkehr auf mich bin ich von derIdee erfüllt, die mich über mich hebt, die allemeine Kräfte beschäftigt; dagegen jedes Uninteres-sante mich leer laßt, und wenn ichs geschehen lasse,vor langer Weile mich tödtct.

Kein schönes Werk der Kunst oder der Natursoll uns also ohne Interesse sevn; in dem reinenVerstände nämlich, in welchem alle cultivirte Natio-nen das Wort gebrauchen, der dann jeden schänd-lichen, der Kunst unwürdigen Nebenbegriff des Ei-gennutzes, des Wuchers u. ft ganz ausschließt.Warum wollten wir Deutsche, und wie dürfen Wirdie gemeinsame Sprache der Völker, die früher alswir, die Kritik betrieben, eine angenommene Spra-che verwirren und ummodcln? Der feine complexeBegriff, der sich in Sachen der Kunst und desGeschmacks das Wort Interesse, interessant u. fteinmal zugebildct hat, und dabei weder an Eigen-nutz, noch an Zinsen denkt, wundert sich, daß manihm so Etwas nur gegenüber stellen, geschweige mitihm verwirren möge.

4. Reiz, Rührung.Das reine Ge-schmacksurthcil soll von Reiz und Rührung unab-bangig sepn;" wie ist ein Geschmack ohne Geschmack,eine Empfindung des Schönen ohne Reiz und Rüh-

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