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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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Vom Angenehmen

ich mir sehr nützlich, mit allem Eigennutz mir undandern sehr schädlich werden. Mit Nutzbarkeit fürmich kann die Tugend bestehen; mit Eigennutz nie.Würde endlich Eigennutz die Basis der Kritik alles

Wahren, Guten und Schönen-kur;, zum

Begriff der Schönheit gekört das Wort Eigennutzgar nicht. Wer die Vortrefflichkeit eines Kunstwerksfühlet, wird nicht fragen: wie viel es koste? son-

dern ausrufcn: es ist unschätzbar. Hätte aber auchjemand so große Liebe zum Kunstwerk, daß er es(wir fetzen den äußersten Fall) entwendete; wäre je-mand von der Schönheit eines Weibes so umstrickt,daß er sie entführte: so geht sein Gefühl der Schön-heit Einen Weg, seine Thorheit oder sein Ver-brechen den andern. Dort bcurtheilt ihn der Schön-delts-, hier vcrurtheilt ihn der Eriminalrichter;beide haben nichts mit einander.

Interesse aber hat die Schönheit; ja allesGute hat nur durch sie Interesse. Denn washeißt das Wort? Interesse ist cznock inan inter-nst, was mich angehU Betrifft eine Sache

mich nicht, wie könnte ich an ihr Wohlgefallenfinden ? Um zu gefallen muß der Dichter, der Künst-ler, ja die Natur selbst uns zuerst interessantwerden; sonst geht alles, was sie uns auftragen,uns wie ungewürzte Kost, wie ein Gericht Nuß-schalen vorüber.

Interesse ist wie des Guten und Wahren, soauch der Schönheit Seele. Nimm ihr das, wo-durch sie an sich zieht und an sich festhält, oder,welches einerlei ist, wodurch sie sich uns mittheilet,aneignct; was habe ich mit ihr? Gicb ihm Inter-