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Nom Angenehmen
Die gesellschaftlichste Nation Europens behan-delte den Begriff des Schönen meistens als einAngenehmes, gesellschaftlich, oft spielend. Unge-recht wäre es indessen, den Witz oder Scharfsinnzu verkennen, der in den Untersuchungen mehrererfranzösischer Schriftsteller auch über diese Begriffe,z. B. Diderot' s, N o u ff e a u' s, Montes-quicu's, und vor ihnen Crousaz, de Pouil-ly u. f. hervorlcuchtet. Die Zahl ihrer feinerenKritiker ist fast unnennbar; ihre Sprache selbst istKritik, Kritik des Schönen in den feinsten Unter-schieden der Begriffe und Worte.
Unsre westliche Nachbarn, die Insulaner —in Ausübung der Künste des Schönen waren siezwar selten Meister, und im Geschmack an ihnenoft mehr Käufer und Besitzer, als wahre Eigen-thümer; in der Philosophie des Schönen in-des, in Anwendung des Schönen aufs Sittliche,haben sie dem edlen Begriff der Griechen nachge-strcbet. Außer ihren großen Dichtern und dichten-den Denkern, die, wie Shakespeare, Milton,Pope, st) oun g u. f. oft in wenigen Zeilen eineganze Theorie vortragen, dürfen wir uns nur derStunden erinnern, die uns S h a ft e s b u r i undAddison, Johnson, Cumberland, Hurd,Wharton, Webb, Spcnce, unter ihrenNachbarn Blackwell, Harris, Home,Smith, Beattic verschafften. Durch Lcs-sing, bfcbenburg, Garve, Blanken-burg u. f. war ein großer Theil dieser brittischcnKritik uns so eigen worden, daß wir die unsre,dem brittischm Baum cingcimpft, als ein neues
eignes