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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
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Vom Angenehmen

Sprache. *) Das Hervor scheinende, dasAnständige und Edle in Gesinnungen, Gestalt undThaten, nur das sey uns schön.

Seit Plato über das Schöne und Gute(xaXsr re' «>)urZon) plnlosophirte, verbanden sichbeide Begriffe fester. Das Schöne war ihm eineDarstellung des Guten und Wahren. Einen Hip-pias nur zieht sein Sokrates mit der Frage:was ist das Schöne?" hin und her, und verstehetihn zuletzt mit keiner andern Auskunft, als daßdas Schöne zu finden schwer sey; gegen Andrehat er sich deutlicher erkläret. Sein Schönes(der griechischen Bedeutung gemäß durste er dasWort also gebrauchen) war das Bleibende der Dingeselbst, ihre innere Gestalt, von welcher dieäußere nur ein veränderliches Traumbild sey. Inmenschlichen Seelen war ihm das Gerechte,Schöne und Gute Eins; er tadelte, als So-phistenkunst, wenn man sie trennte. Immer, ihrFreunde, soll uns sein Gespräch mit Phadrus **)werth, der Ahorn am Jliffus, unter welchem esgehalten ward, ein heiliger Baum und SokratesGebet zu Ende der Unterredung unser Gebet bleiben:Guter Pan! und ihr andern Götter dieses heiligenOrtes! Gewährt mir, daß mein Inneres schön,und mein Aeußercs dem Inneren harmonisch sey.Reich ist nur der Weise. Geldes sey mir nur so-viel beschert, als dem Mäßigen gnügct. Sollen wir

*) Schön komnot von scheinen, hervorschei-n c n.

") lieber das Schöne. ^