und Schönen. g3
ist gesprochen worden, seitdem man sprach; allemaldrückten sich dabei nicht nur Begriffe, sondern auchGesinnung und Lebensweise, Empfindung und Ur-thcilsfähigkeit des Sprechenden aus. Bei den Grie-chen (um nicht zu altern Völkern hinauszusteigen)bezeichnete das Schöne (a-s was herver-
scheint und gleichsam hervorruft an Glanzund Ansehen, die Sonne, das Gold; eine ansehn-liche Gestalt, hervorglanzcndcr Muth und Ruhm,auszeichnende Ahnten. Daher die häufigen Sprücheder Griechen: das Schöne scy schwer, des Schö-nen sey wenig, das Schönste sei) das Vortreff-lichste, Höchste. Schön und groß,schön und brav fügten sie zusammen; das x«-Xo? «-/-x-Z-o? war immer in ihrem Munde. Daalso von Glanz, Ruhm und Vvrtrefflichkeit bei ih-nen die Idee der Schönheit ausging, so konnte sichauch ihr Name nicht anders als mit Kraft undBestreben, nicht mit schlaffem Genuß oder Nutzlo-ser Weichheit paaren. Auch die verfemte Spracheder Griechen wich von diesem edcln Ursprünge nichtab; das Ans tand ige und N u h m bringendeblieb in der Idee, wie bei den Römern das prck-arurri als ein Ironsstunn, clecsirs, cksaoruin.Künste des Schönen hießen dem Griechennicht, was sie der Kritik heißen, muffige Spiele;gerade die schwersten waren ihnen die edelstenKünste, die zu dem Vortrefflichsten geschicktmachten und zu ihm gehörten.
Auch uns soll dieser Sinn des Wortes schönnicht untcrgehen: denn ihn gebietet auch unsere