Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
Seite
87
Einzelbild herunterladen
 

lind Schönen.

87

bei dem wirs gebrauchen, desto kindischer wirds ge-nannt. Je wescnhaster, desto treffender ist unserBegriff von ihrer Schönbeit. Ohne Objekt sich ei-nen Inbegriff der Eigenschaften des Objekts, d. i.ohne alles Schöne sich Schönheit denken ist Traum;ein Gefühl ohn' alle Begriffe Wahn, und einePhilosophie, auf solchen Wahn gcbauet, ihrem eig-nen Geständnis nach, die Begriff- und Zweckloseste,die je dieses Namens sich anmaaßtc.

I. Im gemischten formlosen Reichder Schöpfung,

giebt uns das erste Geschiebe, der erste Rhombus,in den eine Steinart bricht, als Gestalt nur da-durch Vergnügen, daß sie Gestalt ist, uns anschau-lich, uns begreiflich. Alle Kristallisationen nochvielmehr. Je regelmäßiger, je vielartig - einiger,desto angenehmer. Vom Basaltpfcilcr bis zur Schnee-flocke und dem Baum Dianens. Farbe, Glanz,Harte u. f. sammt dem ganzen Complexus der Ei-genschaften des Dinges, nur nach Begriffen undZweck gehören sie zum Reich des Wohlgefallens;das Formlose schätzen wir nur in Absichten, daß csdurch uns Form erhalte oder zur Verschönerung un-serer Form diene.

II. Im Reich der Organisationenherrschen die Elemente. Sie gebieten und gebenForm, d. i. sie beschranken den organisirenden Geist,der in diesem Element wirket, so daß jedes Gebildeals ein Inbegriff der Wirksamkeiten und Fühlbar-keiten zu betrachten ist, die in diesem Element nachOrt und Zeit Statt fanden. Das ganze Wohlscyn