Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
Seite
73
Einzelbild herunterladen
 

und Schönen.

Menschen sich an der Blume erfreuen, so istS, weilihre Organe mit der Gestalt und Wirkung dieseslieblichen WeftnS übcreinsiinunen; wo nicht, soblühet sie, ihnen unbemerkt oder widrig, ihr selbstaber gnügcnd. Der Flor der Blume ist immer schön,die volle Erscheinung ihres WohlsepnS,ihrer sic darstellenden Kräfte.

A. Die Schönheit der Blume ist also (um inunsrer Sprache fortzufahrcn) das Maximum ihreseigenthümlichcn Dascpns und Wohlseyns; uns istsie schön, wenn unsre Empfindung dies Maximumharmonisch sich zucignen darf und gern zueignet.Wie die Blume, so der Baum

V. Eine in die Lust erhabne Welt, ein Waldvon Biücben. Sein Stamm, seine Acste bereiteneine höhere Region den Früchten und Zweigen, diestatt des gröberen Bodens der Nährerin Erde j.tztans ibm gedeihen. Zwar sind diese Früchte in ihrerWohlgestalt, in ihrem Duft und Geschmack, nnganzen Glanz ihrer Farben ursprünglich nicht snruns, sondern für den Kern da, den sie nähren undbergen; andre Gewächse bedecken ihn mit einer bar-ten Schale, mit Spitzen und Stacheln, uns nichtso angemhm, in sich aber eben so sclbsidesländig undschön und dem Innern wohlthalig. Unser Sinn undGemüth ergreift das Schone, wo crs findet. Erspricht: ,,du bist mein! denn ich empfinde deine

Eigenschaften mit harmonisch!"

A. Verstehet auch der gemeinste Sinn diese Na;tursprache?

B. Ec verstehet sie, weil sie die Sache selbst