und Schönen.
65
als uns das Meiste und Schönste auf die leichtesteWeise mitzutheilen. Beyde Medien enthüllen unsmittelst einer d ,r s Weltall umschließ e n -den Regel, jenes ein sichtbares, dies ein hörba-res All, eine W c l t o r du u n g.
B, Und wie ein Instrument ausgcspielt wird,indem von der Hand des Meisters dessen elastischeLagen und verschlossene Gange geöffnet werden, sowolle» wir dieser Regel zufolge, unser Lhr und Au-ge, jedes durch Erziehung für sein Weltall bilden.Sehr angemessen gaben die Griechen dem größcstenTbeil ihrer praktischen Musenkünste den Namen Mu-sik : denn durch sie sollten die Empfindungen und
Leidenschaften ihrer Zöglinge harmonisch erweckt undgeordnet, melodisch geleitet und fortgeführt werden;so bilde sich auch unser Gemttih, unser Lhc undAuge.
A. Auch hier finden wir uns also unter demallaewaltigen Gesetz des Naturschönen, als einesM apimum, das zwischen zwey Extre-me» sich selbst beschranket. Zu - undabnehmende Empfindungen werden von einer elasti-schen Kraft hervorgebracht, von einer Regel geleitet,von unserm Gefühl harmonisch sich ungeeignet. Wassagt die Kritik hierüber?
B. Was ich isir nachzusagcn mich kaum ge-traue. Sie findet zwar, ,,nls Künste des schönenSpiels der Empfindungen eine angenehme Far-ben- und Tonkunst;" nur weiß sie nicht, „obFarbe und Ton blos angenehme Empfindungen, oderan sich schon ein schönes Spiel der Empfin-Herders Werke z.Phil. u. Gesch. XV. E Xattr'§on«.