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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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und Schönen.

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und Mittheilungsweisen. Wie das Licht sich selbst alsden großen Erwecker der Tbatiqkeit sichtbar zeigte,so Schall, der große Verkündiger und Erreger derLeidenschaften in der Natur unsichtbar. Diesererweiset sich erschütternd, regend; jenes, dasLicht, sanft-reizend. Wie das Licht Flache,d i. eine unzerstöhrliche Haltung im Raum, einNebeneinander, bereitet und Fi g uren dar-auf zeichnet; so der Schall Dauer, eine unzer-stöbrliche Haltung in Zeit Momenten nach ein-ander, in denen wiederkommende Stöße der Be-wegung sich offenbaren. Wie nennt man die har-monisch mit- und nachklingende Töne auf der ge-spannten Saite?

B. Eonsonanzen. Die Saite hat nach Zahlund Verhaltniß consone Punkte, zwischen welchen dieDissonanzen unerweckt liegen.

A. Jene also, um in der Sprache der vollstim-migen Natur zu reden, sobald elastisch der Ton er-klingt, erheben sich gleich, oder einstimmig zum Wi-derstande; der Zeit sowohl als ibrer inneren Artnach sind sie wie jene Figuren im Raum nach einerunwandelbaren - festen Ordnung da, sich zugleich of-fenbarend. Accord heißt diese Haltung. Mitjedem klingenden Ton tönt alles Gleichförmige mit;bis zu einer unerreichbaren Höhe und Tiefe tönendie Eonsonanzen nach - und zu einander. Hohe Ge-setze der unwandelbaren Natur! Ein Ode um, einSaal ewiger Harmoniken, in denen wir bis zumUnmerklichen, unverfolgbarcn hin, leben. Unisonund conson folgen die Töne, sie folgen nach ewigenVerhältnissen aus der Bestandheit und widerstehen-