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Vom Angenehmen
rein, noch daß jene an sich hochsteinfach sind' dennwas waren höchsteinfachc Farben? Was mir alSFarbe erscheint, entspringt ans dem Lichtstrahl, d. i.ans einer sich ansbreitenden Flamme, deren jeder Theilnach ihrer Kraft wirket; roth, das schnellste, dasich zuerst sehe, das mir, nach schnell wegqenomme-ner Flamme, zuerst erscheint, auch dem Prisma a>Nwenigsten brechbar; blau, das schwerste und bleiben-stc, daher cs vielarkig gebrochen werden kann; Gelbmit Blau gemischt, gibt grün, mit Roth andre Far-ben. Nach der Bildung meines Auges kann die Er-scheinung nicht anders seyn t denn wenn mein Sch-neroe in allen Punkten und Graden seiner Reizbar-keit harmonisch erregt und thatig gemacht werdensollte; so entstand in ihm die Scala der FarbenNatürlich. Konnte ich jede Farbe aufs neue Nuanci-rcn, so bekäme ich statt sieben (und warum sieben?)siebzigmal sieben Farben in immer derselben feinerenFarbenscala. Wie durch Einen reinen Ton der Mu-sik uns unzerreißbar ihre Tonleiter in allen ToncNund Tonarten gegeben ist, so im Lichtstrahl oder inseinem irdischen Repräsentanten, der Flamme, nacheinem festen System alle, d. i. unendliche Farben,jede mit jeder gegeben, keine ohne die andre denkbar.Tobias Mayer hat aus Mischungen der drey^ Hauptfarben 819 Farben deduciret. *)
A. Also muß auch das Angenehme der Farbenein System sevn?
E.
S. I'ob. üb nKinitaie colnrntn in osist,
kj. ineäitis Vol. I. x. Zr, Eötlingen 1775.