und Schönen»
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E, Finsterniß. Wie das Licht mit sich selbstLeben giebt und zeigt, beseligend und befruchtend;so ist Finsternis; das Gegentheil von ihr in Allem;sie giebt nichts und zeigt nichts, eillcs Lebendige ver-schlingt sie oder bindet es mir schweren Fesseln.
B. Da behaupten wir vielleicht zu viel, meineFreunde: denn ob die Finsterniß bloß eine Lichlbe,
raubte oder eine Räuberin des Lichts scy, wer magdarüber entscheiden? Der Blindgcbobrne, der niedas Licht sah und seine Wirkungen aufs Auge nichtkennet, bat eigentlich so wenig sinnlichen Begriff von,der Finsterniß, a!S vom Licht; wir leihen ibm sol-chen. Licht und Finsterniß sind Gegensätze, di» ein-ander ausschisi'ßcndaS Wirksame des Lichts ken-nen wir; ob die Finsterniß auch wirke? mich dünkt,das lassen wir noch unentschieden.
A. So bleibe es vorjetzt unentschieden. WasWirket, was giebt das Licht dem Auge?
B. Die Erfahrungen der Blindgcbohrnen, die
sehend wurden, baden es gezeigt, nichts als eine er-leuchtete Fläche, auf ihr Umrisse, d. i.Figuren und Karben. Wie eine Bildcrtafelstand die Welt vor ihnen da, oder vielmehr wie einbunter Teppich lag sie auf ihrem eröffnelen Auge.Neugebokreu mußten sie die Dinge, die sie als Kör-per mittelst des Gefühls wohl gekannt hatten, alsBilder auf der Flache erst kennen lernen. Die Ent-fernung derselben gleichfalls: denn nur körperli-
chen Raym kannten sie, auch den fühlbaren Flä-chenraum nur an Körpern. Jetzt, da ihnen eineWelt von Umrissen in mancherlcy Distanzen auf Ei-ner sichtlichen Flache vorgestM ward, mußte»