und Schönen.
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seyn, d. i. eine Bestandheit, ein Wesen, das sichuns äußert; mithin liegt jedem für uns Angeneh-men oder Unangenehmen ein Wahres zum Grunde.Empfindung ohne Gegenstand und desselben Begriffist in der menschlichen Natur ein Widerspruch, alsounmöglich.
2 . Das Seyn oder die Bestandheit ei-nes Dinges beruhet auf feinen wirksamen Kräf-ten in einem Eben- und Gleichmaas, mit-hin auf seiner U m sc h r än ku n g. Bewegung undRuhe constituiren ihm ein IVlaxiiiruin, und beymehreren Gliedern oder Rücksichten mehrere Mäxiirm,Exponenten seines Bestandes. Wirddiese Eonformation zum dauernden Ganzen uns sinn-lich empfindbar, und ist dies gefundkne iVIuxirriurnmeinem Gefühl harmonisch, so ist die Bestand-heit des Dinges, als eines solchen, uns angenehm;wo nicht, so ists häßlich, fürchterlich, widrig. DieSelbstbestandheit, d. i. das Wohlseyn des Dingessteht also im Verhältnis mit meinem eignen Wohl-seyn, freundlich bder feindlich..
3. Der Punkt seines Bestandes isteine Mitte zwischen zwey Extremen, gegen welcheseine Kräfte sich äußern; daher nun Symmetrieund Eurythmie in Verhältnissen, die vom ein-fachsten zur künstlichsten Verwicklung hinaufsteigen.Je leichter und harmonischer das Gefühl diese Ver-hältnisse wahrnimmt und sich aneignet; desto ange-nehmer wird uns die fremde, uns zugeeignete Be-standheit. Es trifft auf den Punkt seines Wohl-bestandes, seiner Schönheit. Je schwerer, je dis-