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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
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Dom Angenehmen

harmonischer; desto entfernter, häßlicher, fremderist uns die Gestalt.

4. Da aller Bestand der Körper auf Gleich-maas beruhet; so sind in Ansehung besten geradeLinien fein bedeutendes Maas. Da aber alle Kräf-te sich äußern und aus sich treten und widerstehn,wo iknen andre oder daS ganz? Universum ersigegen-strebet: so werden U m sc h r ä n k u n g e n, Gren-

zen der Dinge eben so bedeutend uns in Biegun-gen gegeben, die vom Kugclumfange an bis zumletzten ermatteten oder ermattenden Druck auf einerEbne reichen. Jedem verständigen Gefühl sind dieseLinien durch sich verständlich : denn sie bezeichnenreell den Ausdruck jeder Bewegung, im Stoß undDruck, im 8kiz und Neiden, wie in der sanftestenBerührung; vom Stich gn bis zu dem leisestenDruck fast überirdischer angenehm nahender Em-pfindung.

ö. Da jede Empfindung vom leisesten Anfängezum Maximum hinauf, und bis zum unmerklichenAusklange hinunter ihre Bahn durchläuft, und dieGesetze jeder Bewegung ihr hierin gleichförmig oderwidrig seyn müssen; so giebt das Verhgltniß Einerzur andern Bewegung Harmonieen und Dis-harm oni een, die jedem feinern Gefühl rmvfind-lich werden. Die sanfteren Auf- und Abgänge sindihr die angenehmsten, wenn nicht eine höhere Regeldazwischen tritt und ihr Ungestüm sowohl rechtfertigetals auflöset. Alles dies wird wahrscheinlich in denGestalten und Bewegungen lebendiger Wesen durchalle Reiche der Natur sichtbar werden; wie wäre