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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
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und Schönen.

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vom Felsen herabstürzte, und diese ganze jetzt schöneVertiefung mit leistenden Fluthen bedeckte, nannteman die Gegend fürchterlich, grausend. Die Was-ser sanken : »ach ewigen Regeln der Natur ist des

Stromes Bett sanft bereitet. Da schleicht er, lust-wandelnd, auS- und ein sich beugend fort, und lie-bet und küßt die' Gegend. Nach unwandelbaren Ge-setzen der Natur sind diese Umwandelungcn erfolgtund erfolgen: wir mögen diese deutlich erkennen

oder nicht, ihre Resultate sind uns vor Augen, siewerden von unserm Sinn erkannt, sind unscrm Ge-fühl harmonisch.

ö. Dieser Baum, in seinem Aufstreben gerade,in Aesten und Zweigen so vicla.rtig und doch sichseblst so harmonisch gebogen>

A. Im Bau und Umriß seiner Blätter, Blü-then und Früchte so vielfach und doch sich selbst foharmonisch.

C. Vom höchsten bis zum niedrigsten, vomPalmbaum zum Moose, zum Schimmel zur Flechte.Dürfen wir uns nicht freuen, daß wir in einerWelt der Wohlordnung und Wohlge-stalt leben, wo alle Resultate der Naturgesetze insanften Formen uns gleichsam ein Band der Ruheund der Bewegung, eine elastisch-wirksame Bestand-heit der Dinge, kurz Schönheit, als leib,haften Ausdruck einer körperlichenVollkommenheit, ihr selbst und unsermGefühl harmonisch offenbaren? Höchst reellund energisch drängt uns die Natur allenthalben dasWahre und Gute, Realität in Wirksamkeit undBestandheit, mit ihre.n Gründen und Folgen, mehr