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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
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15
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und Schönen.

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Geschmack. Nur wenn das Bedürfnis be-friedigt ist, kann man unterscheide», werunter vielen Geschmack habe oder nicht."*)

E. Ein Geschmack nach befriedigtem Bedürfnisist Leckerey; dagegen ein Geschmack, der jedesGenießbare mit dem ihm gebührenden Appetit kostetund unterscheidet, ein unverdorbener reiner Geschmackheißt, der beste Koch für die Gesundheit. Möge dieKritik ihre drei, speci fisch vcrschiedne Vorstel-lungsarten siebenfach unterscheiden; böse für sie,wenn ihr Schönes nicht angenehm und ihrGutes nicht schön ist. **)

*) Kritik. S. ich. 16.

") Daß mit den Worten,angenehm, schön undgut", in der Sprache verschiedene Begriffe bezeich-net werden, daran zweifelt niemand. Eine unange-nehme Lrzncy kann sehr gut seyn, wie die schön-ste Ruthe dem muthwilligen Kinde nie angenehmist. Daß vieles, was uns schön dünkt, nicht gutsey, darüber gewährt von jenem Baum des Erkennt-nisses an die Geschichte der Menschheit traurige Er-weise. Daß aber, da unsre Natur in allen ihrenBegriffen und Gefühlen Eine Natur ist, die denktund begreift, die empfindet, will und begehrt, dieseverwandten Begriffe auch an einander grenzenmüssen, und wie sie grenzen? wie sie zu scheidenoder zu verbinden seyn? das ist die Frage. BloßeGegensätze lösen das Räthsel nicht auf; noch wenigerwillkührlich gesetzte Wortschranken. Das kalte Ge-fallen z. B gnüget der echten Schönheit nicht;so wenig, als dem wahren Guten die bloße Scha-