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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
Seite
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lehnten die scharfsinnigsten Nationen ihre Bilder vonder Saqacitat des spürenden Kopfs, des rei-nen Gehirns, des aufstrebenden Muths und Ber-stendes.

E. Dem Geschmack wölken wir indessen seineEhre auch nicht versagen. Den vornehmen Namenguter Geschmack (buon Aiisto) hakten Spa-nier und Italianer von den Römern geerdet; fastalle Nationen Europa's sind ihnen in der Benen-nung, ob alle auch in Erlangung der Sache selbst,gefolget ? Geschmack soll bezeichnen, daß jeder sei-ner eigene» Empfindung des Angenehmen folge:denn nur ein Geschmackloser wird, wie eine Speiseschmeckt, erst aus dem Gemeinsinn des Angenehmen,dem allgemeinen Urtdcil des Tafelpublikums, lernen.Bon einem andern zu vcrnebmen, wie Mir dieSpeise schmeckt, ob bepm angenehmen auch I c hmich vergnügt habe, ist abgeschmackt und albern.Auch soll das Wort Geschmack uns vom Klügelnzum Genießen, vom Gehirn ans die Zunge führen;durch angenommene Regeln und allgemeingültige Ge-schmacksurtbcile ausmachcn, wie eine Speise schmeckt,giebt ungesalzene Eensurcn. Geschmack endlich sollunser Wächter seyn; Wächter zu Erhaltung unsrerGesundheit, ein schneller Prüfer dessen, was unSdient und nicht dienet, Lheiler und Geber kräftigerNahrung; Mittel, nicht Zweck; nicht Herr, son-dern Diener. Auch im Geistigen soll uns das Unge-nießbare anekeln; nicht sollen wir Stroh kauen undwieder kauen, es aus Gefälligkeit mitspeisen undlobpreisen Nahrung soll unser Geschmack demGeist zuführen, gesunde Nahrung; saxers au äs.