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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
Entstehung
Seite
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Vom Angenehmen

rei

Anblick einer Farbe dazu empöret. Und wie gewalt-sam ist die Wirkung des Ekels, das Erbrechen!Die ganze körperliche Natur ringt, hinwegzustoßcn,was nicht zu ihr gehöret.

A. Beym Sinn des Gefühls bemerkten wir ge-gen das Widrige Grausen, Schauder, Ab-scheu; wirken diese oder der Ekel starker?

V- Ihr Zweck ist verschieden ; jene stoßen unsin uns zurück; dieser soll ein verderbliches Ucbelvon uns entfernen. Seine Empfindung des Unan-nehmlichcn ist also mit einem unsrer Natur unent-behrlichen heilsamen Streben verbunden. Insonder-heit der Geruch, unser Wächter, er wirkt oft durchdie wunderbarsten Antipaihiccn, bis zu den schreck-haftesten Zufallen, in die Ferne, in das Verborgne,seinem Feinde unversöhnlich. Mit Recht nennet un-sre Sprache den Zustand, den er hervocbringt, Ue-belkeit, Widrung.

E. Zn jeder Darstellung bleibt er widrig. Schau-der, Grausen, Abscheu können Dichter in ihre Gc-mahlde mischen, selbst theatralische Dichter dürfensie mit Vorsicht gebrauchen. Verschlossen aber ist diePforte der schönen Künste dem Ekel. Seine Dar-stellung wird, wenn sie nicht wirkt, lächerlich; wennsie wirket, widrig.

A. Also gab uns die Natur auch in Absichtdes Geziemenden und Anständigen dasGefühl des Ekels wohl nicht umsonst?

E. Gewiß nicht. Auch für andre sollen wirlernen, das Widrige und Ekelhafte vermeiden, da