und Schonen.
S
den Griechen so licde Wort Eudämonie hinun-tergesetzt hoben möge. Wohlseyn begehren wiralle, und angenehm ist, was dies Wohlseyn in jederArt fordert.
A. Da die Kritik also keinen Grund des Ge-fallens am Angenehmen giebt, außer daß sie es durchein Urtheil mit einem Interesse verbinden läßt: so,dünkt mich, gingen wir auf unserm Wege fort, underforschten den Grund des Angenehmen mehrererSinne. Dem Gefühl lag Wohlseyn zum Grunde»zu Erhaltung unseres körperlichen Daseyns, wasfür Sinne gab uns die Natur ?
B. Geruch und Geschmack. Der Geschmackprüft die Speise; der Geruch prüft, che die Zungekostet. Nicht mir die Beyspiele der Thiere, die bey-de Sinne vereinigt gebrauchen, die Beyspiele allerVolker, die in der Natur und der Natur gemäß le-ben , bezeugen dies; noch mehr bezeugst's die Er-fahrung der Unglücklichen, die Hülf- und Nah-runglos in ein unbekanntes Land, auf eine wüsteInsel geworfen wurden. Wie furchtsam prüften undkosteten die! oft mußten sie di; Unerfahrenheit ihrerin der bürgerlichen Gesellschaft stumpfgcwordnen oderverwohnten Sinne mit Uebclkcit, Schmerzen, ja mitdem Leben selbst büßen.
A. Wie nennen wir die heftige Empfindung,die uns mittelst dieser Sinne für Uebel, Krankheitund dem Tode bewahret?
B. Widerung, Ekel. Bey feinen Organi-sationen wirkt Ekel so stark und unaufhaltsam, daßbloß Las Nennen oder Schreiben eines Namens, der