XXII
Vorrede.
darüber ohne Objekt und Begriff Idealistisch Ge-schmackurtheilen; wo sie sich idealistische Wellenschaffen und solche „bis Gott seyn wird," nachihrer Moral, Rechts - und Tugendlchre, auch nachihren „persönlich-dinglichen" Ehegesetzen ideali-stisch cinrichten, vor allem andern aber sich durchgegenseitige Kritik einander vollenden. Ohneneuhinzukommcnde, neugekäuschte Jünglinge wä-re ihr Aristophanischer Vögelstaat bald vollen-det. Ulest!
Wir indeß wollen ohne „Transcendentalge-schmack, dessen Principium im übersinnlichenSubstrat der Menschheit im absolut Unbewuß-ten wohnet" hienicden im Bewußten unsern Ge-schmack bilden, die Gesetze und Analogieen derNatur kennen lernen, und weder Kunst noch Wis-senschaft des Schonen zum Spiel oder zur Ab-götterei, sondern mit fröhlichem Ernst zur Bil-dung der Menschheit gebrauchen.
Weimar, den r. Mai r8oo.
A. G, Herder.