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Vorrede.
selbst, angenehme Converfalionen. Bald abermerkte der Jüngling, daß, wenn er sich diesenGrazien des Vortrages überließe, er von einemfeinen dialektischen Wort netz umschlungen würde,innerhalb welchem er selbst nicht mehr dächte.Strenge legte erS sich also auf, nach jeder Stun-de das sorgsam - Gehörte in seine eigne Sprachezu verwandeln, keinem Lieblingswort, keiner Wen-dung seines Lehrers nachzusehcn und eben diesegesticffcutlich zu vermeiden. Zu solchem Zweckverband er mit dem Hören das Lesen derbewährtesten Schriftsteller aller und neuer Zeirmit gleicher Sorgfalt, und erwarb sich dadurch,wie er glaubte, die Fertigkeit, in der Seele jedesSchriftstellers auf einige Zeit wie in seinein Hausezu wohnen, allen besten Hausralh bequem undnützlich zu gebrauchen, in allen Zeiten und in denVerschiedensten Denkarten zu leben, aber auch aus-ziehen zu können und mit sich selbst zu wohnen.In dieser Uebung bestärkten ihn insonderheitPlato, Baco, Shaftesburi, Leibnitz.Nie also fühlte er sich freier und ferner vomSystem seines Lehrers, als wenn er dessen Witzund Scharfsinn scheu ehrte. P oung giebt einenähnlichen Rath, die Alten dadurch in ihremSinne nachzuahmen, daß man sich von ihnenentfernt.
Wer will, befolge den Rath; er wird sichdadurch frei, verjüngt, Herr über seinen Geist, überseine Feder und Zunge fühlen. Wer gegentheils