Vorrede.
XIX
und das noch dickere Lexicon darüber! Es istdoch Schade um so viel Witz und Scharfsinn."Antwort. Wie alle Gährungen hat auch diekritische Philosophie ihren Zweck erreicht, abernur als Gährung. Was in dem dicken Buchbesteht, bestehe; Wahrheit ist und bleibt überallWahrheit. Nur setze sie sich und werde deineWahrheit; die angeflogenen oder auswendigge-lernten Worte mögen verfliegen.
Vor mehr als dreißig Jahren habeich einenJüngling gekannt, der den Urheber der kri-tischen Philosophie selbst und zwar inseinen blühendsten männlichen Jahren, alle seineVorlesungen hindurch, mehrere wiederholt, hör-te*). Der Jüngling bewunderte des Lehrersdialektischen Witz, seinen politischen sowohl alswissenschaftlichen Scharfsinn, seine Beredsamkeit,sein Kenntnißvollcs Gedächtnis); die Sprachestand dem Redenden immer zu Gebot; seine Vor-lesungen waren sinnreiche Unterhaltungen mit sich
In den Jahren 1762 — 65, in denen die fal.scbe Spitzfindigkeit dev vier syllogi-sriseden Figuren; der einzig-möglicheBeweisgrund des Düseyns Gottes: derVersuch, den Begriff der negativenGrößen in die WeIlweisheit einzufüd-ren; die Ve 0 bachtungen überdas Ge -fNht des Schönen und Erhabenen u. f>erjcluenen,
b 2