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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r o n.

würdiger zli machen? die Wiederherstellung der Wis-senschaften sieng sich in Italien an: dies Land sprichtbeynahe Latein , indem cs Italienisch spricht. Ohrund Zunge sind Latein: das konnte die Sprache

adoptircn. Die lateinische Sprache hatte in den Klö-stern die Wissenschaften und Religion erhalten: sie

schien von beyden und insonderheit der letzten also un-trennbar. Italien konnte also seine Reihen von Vi-da's und Sannazars haben, in denen wenigstens dieleichte, holde italienische Natur, die holde Musik derSprache u. s. w. zu sehen sind : indessen hat dochschon, wie jeder weiß, und der Autor über die ita-lienische Literatur gezeigt hat, diese Sprache vieleJahrhunderte durch sehr dadurch verloren, sie hat Ana»grammatistcn und Critiker gehabt, und den großenGeist aufgehalten, der in Italien schläft. Was gehtdies alles uns entfernte Deutsche an? wohlan also!mit unsrer eignen nordischen Originalsprache sey^

Die erste lateinische Classe spat, weit nach derMuttersprache, hinter der französischen und selbst ita-lienischen, wenn cs seyn kann. Sie fange zwar Nichtmit Sprechen (den daS Genie ist zu verschieden!)aber mit lebendigem Lesen an, in Vüschings Buch,wenn es nur Originallateinische Perioden har, oderin den IZistor. sslsatäs oder in Cornelius Nepos,oder wo es sey. Nur lebendig, um den erstenlateinischen Eindruck stark zu machen, den Schwungund das Genie einer neuen, der ersten anrikettSprache recht einzupflanzen, und also wahre Laremerzu bilden. Hier wird nichts geplaudert, von Seiten derSchüler; und der Lehrer spricht nur immer als L.etion,

leben-