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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r o n.

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schmack und Vernunft habe; sonst scy er vonallem entnommen. Das erste Wort hieß Leben,und das erste Gesetz also: die Sprache soll nicht ausGrammatik, sondern lebendig gelernt werden: nichtfürs Auge und durchs Auge studiert, sondern fürsOhr und durchs Ohr gesprochen, ein Gesetz, das nichtzu übertreten ist. Ich weiß, was ich mir für ver-wünschte Schwierigkeiten in den Weg gelegt, ausBüchern, mit dem Auge, ohne Sch'all und Festigkeit,sie zu verstehen und zu verstehen glauben: da bin ichmehr, als ein Unwissender. Die erste Sprach - istalso eine Plapperstunde. Der Lehrer spricht mit demSchüler über die bekanntsten Sachen des gemeinenLebens, wovon über dem die erste Ordnung handelt >'der Schüler kann fragen, der Lehrer muß ihm ant-worten, und sich nach ihm richten. Ein Schüler hatnach dem andern Freyheit (aber nur im zweiten Theildes Curses) Materien vorzuschiebcn; nur alle weitereMethode, Lehre, Frage, Ausdruck bleibt dem Lehrer.So wird der Schüler ein lebendig Gespräch, und wieschön ist, wenn er das wird und ist: dann ist er aufewig auf dem beston Wege. Nichts als eine kleineGeschichte wird bey dieser Klasse gehalten, nach dersich alsdann der Inspektor richtet: dessen Stundehier, wie dort, eine Stunde kindischer Babillards ist;aber für ihn eine Stunde sepn muß, der er gnugthun kann: sonst ist alles aufgehoben.

Die zweite französische Klaffe spricht und liefet;mit Geschmack für die Schönheiten und Tours derSprache: hier sind Bvssuets und Fenelons, Voltaireund Fontcnelle, Rousseaus und Sevignes, Crcbillonsund Düklos, Leute für den Geschmack der Sprache,der Wissenschaften, des Lebens, der Schreibart. Hierwird gelesen, das Buch geschlossen und geschriebene