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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r o n>

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Eben so die Moral mit der Seelenkchre, dieEthik mit der menschlichen Natur, die Politik mitallen Phänomenen der bürgerlichen Haushaltung ver-bunden! wie schließt sich alles an, was für ein-Ba-ko gekört dazu, um dies alles nur zu zeigen, wie cSin den Plan der Erziehung und Aufweckung einermenschlichen Seele gehört! der es ausführe undselbst dahin bilde!

Die Theologie tritt hier heran, wird ein Sy-stem, aber voll Philosophie eines Raimanis, so wie siein der vorigen Classe voll Philologie eines Michaelis undErnesli war» Alsdenn wird sie weder ermüden, nochvereckcln: sie wird denkende Christen und philosophi-sche Bürger machen und wohl dem, der mit ihrals Theologe auf die Akademie geht.

A u f d ir Ä ka d cm i e geht, und siehe daleine Krone aller Philosophie, den Jüngling zu erhe-ben, daß er sich selbst bestimme, seine Studien rechteinzurichten wisse, gut lese, höre, betrachte, genieße,sehe, fühle, lebe, daß er wisse sein eigner Herr zuseyn. Welch ein pythagoräisch Collegium! Wie einGespräch mit sich selbst beym Schluß des Tages!Geßners Encyklopadie, mit mehr Realität durch-würzt, wäre darüber das beste Lehrbuch und Sulzekihm zur Seite» Jener, um die menschliche, dieser,um die gelehrte Seite des Jünglings zu decken: je-ner mit dem Geist eines Rousseau, dieser eines Bü-ro erklärt: das muß anfeuren, bilden und auf dieganze Lebenszeit anstoßen!

Ich habe mich über SptacheN nicht ausgelassenUnd also Nut drey Classen gesetzt: denn eS ist besser,daß Man lange auf einer Classe bleibe, als zu ge-schwinde springe: Ist der Lehrer derselbe! so ist einesolche zu öftre Veränderung nur ein Name; ist etHerders Werke z. Phil. u.Gesch. XU. T Lopkron.