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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r o n.

rin andrer, ist seine Methode anders, so ist der zuöstre Sprung schädlich. Ueberdem giebts hier wirk-lich drey Sttiffen in der Natur der Sache : das Kindlernt nichts, als sich alles erklären, was um ihn istund er sonst nur schwatzen würde, und legt durchNeugierde, Sinnlichkeit und Empfindung den Grundzu allem: der Knabe dehnt sich in Aussichten und

Kenntnissen der Einbildungskraft so weit aus, alsec kann und überfliegt das Reich der Wissenschaftenin Hellen Bildern: der Jüngling steigtauf alles her-unter, und erforscht mit Verstand und Vernunft, wasjener nur übersähe. Sinn und Gefühl ist also dasInstrument des ersten: Phantasie des andern, undgleichsam Gesicht der Seele: Vernunft des dritten undgleichsam Betastung des Geistes! Der Materie nachtheiltc sich jede Stusse wieder in drey Behältnisse,Naturlehre, menschliche Geschichte und eigentliche ab-strakte Philosophie. So z. E. in der ersten Klasse:Naturlehre, Geschichte, christlicher Katechismus. Inder zweiten, Naturlehre mit Naturhistorie und Ma-thematik: Geographie und Geschichte: Einleitung indie Geschichte der Religion und Katechismus derMenschheit. In der dritten Mathematik und Phy-sik und Künste: Geographie, Geschichte und Politik,Metaphysik, Philosophie, Theologie, Encyklopadie.Die Eintheilung ist überall natürlich. Der Physikerkann nicht ohne Mathematik und umgekehrt; der Hi-storiker nicht ohne Geographie und umgekehrt: derPhilosoph nicht ohne Religion seyn und v. v. DaSerste ist für den Sinn, das andre fürs Gesicht desGeistes und Einbildung, das dritte für Verstand undVernunft: so werden die Seelenkräfte in einem Kin-de von Jugend auf gleichmäßig ausgebessert, und