S o p h r o n.
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und ganze Gedichte aufsuchen, und die tobte Kunstdurch die lebendige Poesie beleben, Ueberhaupt kannman nicht zu viel thnn, um das blos Fabelhafte inder Mythologie zu zerstören; unter solchem Schein,als Aberglaube, Lüge, Vorurtheil hergebctet, ist sieunerträglich. Aber als Poesie, als Kunst, als Na-lionaldenkart, als Phanomenon des menschlichen Gei-stes, in ihren Gründen und Folgen studirt: da ist
sie groß, göttlich, lehrend!
Der Uebccgang von Mythologie der Griechenauf Geschichte unsrer Religion ist rasch, und hiernichts als Zufall: diese ist'hier, wie eine Geschichteder biblischen Bücher aus Zeit, Volk, Nation, Denk-art, zu studiren. Es ist nicht zu sagen, was einsolches pragmatisches Studium der Religion fürNutzen brachte: noch ist kein Eompendium, kein
System in der Seele der Jugend praetablirt, nochist nichts als christliche Ockonomik der Kirche nachLuthers Catechismus getrieben ; jetzt wird Geschichte,die'cs aus Zeit und'Volk erklärt, wie Theopnevsiie,und die Schriften der Theopnevstie müssen verstan-den werden. Das wird angenehm, wie Geschichte,wie lebendige Eregetik, wie ein Hinwandeln in andreZnten und Länder. Das wird bildend und prag-matische Einleitung zur Quelle der Theologie. Dasgibt auf lebenslang Hochachtung und Verstand derReligion: das ist das beste Mittel, ein neues christ-liches Publikum zu schaffen. Mit dem Catechismusder Menschheit wird dabei fortgefahrcn, und ec istdas Buch zur Bildung. Ordnung des Heils wirdnicht anders getrieben als sofern sie jedesmalaus der Bibel im Zusammenhänge der Zeit, Ge-schichte und Sinnes folgt: das einzige Mittel eine