S o p h r o n.
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dieser so wahren, als nothwendigen und nützlichenReformation, mit der der treffliche Philolog schwan-ger ging, an unserer Zeit eine billigere Beurtheilecinfinden.
Endlich lebte Gesner m Zeiten, da es mitder Philosophie recht eigentlich wie mit dem Hut inGcllerts Fabel ging: die Philosophie Rüdigers,Thomafius, Wolfs verdrängten einander. Ei-nem Schnlweiscn von geprüftem Sinns der Ultenmußte dieses Schattenspiel vorüberraufchendcr Karten-häuschen Gelegenheit zu. guten. Gedanken geben:deren Resultat ebenfalls dieses Buch enthalt, undGesncrn letzt als einen wahren Propheten zeiget. —Alle drey Gesichtspunkte, maä-en uns also auf dasBuch begierig. Und fürwahr , ein Jüngling undein Schullehrer von feinen Sinnen kann mehr dar-aus lernen, als aus zehn neumodischen Büchern.
Wenn dis IsnZoAs selbst, ohne Kommentar,schon ein liebes Buch gewesen: wer GesnersChrestomathien, seinen Horaz, Claudia» undOrpheus liebgewonnen; wer endlich ihm bis inseine »xl-rscrrla und memorlas nachgcfolgt ist, undnun hier die Quelle sehen will, woraus die Bacheund Bächlein stoßen : der lese diesen Kommentar.Er hat ein treues Bild des Autors mit Licht- undSchattenzügen. Der Jugend unsres Vicrtheiljahc-hundcrts, dis die lateinische Sprache so sehr hintan,setzt, kann dieses Buch ein niitzliches CollegiumWerden.
Freylich gchts auch hier ohne Mangel nicht ab,und wir können diese desto freier sagen, da der un-sterbliche Gesner unsres Lobes nicht bedarf, und wir