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S o p h r o n.
tiv und gewiß seyn muß; theils würde der Ei-gendünkel junger Menschen, die sich immer überden, der widerlegt wird, erhüben dünken, sehr un-zeitig damit gcnähret. Das Unwahre, Schlechte,Seichte in Mcynungen der Theologie wird weggclas-sen, als ob es nicht in der Welt wäre, und dage-gen ausgesuchte, geprüfte Wahrheit gelehret.
3. Da auch in der obersten Klasse einesGymnasiums eigentlich kein cursus tfteolnAias aas-äemicnw getrieben werden darf: so hat und behalt
der Lehrer Freiheit, für seine Schüler, die nicht alleeigentliche Theologen werden sollen, in seinen Erläu-terungen und Zusätzen (zu dem vorgeschricbenenLehr-buch) nur das' vorzutragcn, was für sie alledienet. Und dieses ist nach meiner Mcynung, s)ein bestimmter Begriff jeder Lehre, ohneweitläufige scholastische Terminologie, die nur füreigentliche Theologen gehört und von ihnen auf derAkademie gelernt werden muß; k) wenige, abertüchtige Beweisstellen der Schriftmit der exegetischen Analyse des Be-weises Die Untüchtigen werden übergangen, alSob sie nicht da waren, u) Eine kurze Geschichtejedes Dogma, in welcher die vornehmsten Strei-tigkeiten und Widersprüche kurz angeführt werden,und insonderheit gezeigt wird, wie diese oder jeneakroamatischc Bestimmung der Lehre aus ihnen ent-standen scy. Diese drei Stücke sind für den künfti-gen Juristen, Mcdiciner u. f. eben so brauchbar alsfür den künftigen Theologen. Je weniger davon imLebrbuch steht, desto mehr lernt der Schüler durchmündlichen Unterricht fassen und sich schriftlich an-